Eine ungewollte wunderbare Freundschaft

Ascor im Garten

der junge Ascor im Garten
Vor etwa 12 Jahren hatten wir mit unserem Sohn mehrere Gespräche über die Anschaffung eines Hundes. Er sprach immer wieder und immer öfter davon, doch wir haben versucht ihn davon abzuhalten. Nein, wir haben nichts gegen Hunde, aber das ganze Drum und Dran beunruhigte uns.
Mein Sohn wohnte zu der Zeit alleine und wer sollte sich tagsüber um den Hund kümmern, wenn er zur Arbeit geht usw.-usw……
Es gab so viele Argumente, die wir vorbrachten, doch nichts erschütterte unseren Sohn, seinen Wunsch wahrzumachen. (Sein Argument war: Es gibt immer einen Grund, warum es jetzt gerade nicht geht und irgendwann ist es zu spät!)

Und dann, an einem schönen Sommertag tauchte unser Sohn mit diesem kleinen, tollpatschigen, zuckersüßen Wollknäuel bei uns im Garten auf. Ich hatte mich schon gewundert, dass er nicht wie üblich am Wochenende zum Mittagessen bei uns erschien. Mein Mann und ich staunten nicht schlecht. Wir waren total überrascht. Selbstverständlich eroberte dieser kleine Kerl unser Herz im Sturm. Die Sympathien flogen dem Kleinen nur so zu. Sein Name lautet übrigens „Ascor vom Nuthetal“. Ein Eurasier. Eine Kreuzung von Wolfsspitz-Hündinnen mit Chow-Chow-Rüden. Später wurde noch Samojeden eingekreuzt.

Der Eurasier ist eine hüsche Hunderasse. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich einen Spaziergang unternommen habe, ohne dass Leute nette Bemerkungen über diesen Hund gemacht haben.
Natürlich haben wir diesen Hund in unsere kleine Familie aufgenommen. Wir haben unseren Sohn dann auch immer wieder bei der Betreuung unterstützt und geholfen, obwohl er Glück hatte, denn entweder konnte er ihn zur Arbeit mitnehmen oder er arbeitete so nah, dass er in der Mittagspause mit ihm Gassi gehen konnte. Nichtsdestotrotz, bei uns fand Ascor sein zweites Zuhause.
Ascor war ein liebeswerter, ruhiger, ausgeglichener Familienhund. Er bellte kaum und wenn, dann kam nur ein dumpfes „Wuff“ aus seiner Schnute. Außerdem war er sehr verschmust (zur Freude meines Mannes, dessen absoluter Liebling er war).
Er hat uns so viel Wärme gegeben. Wir haben gemeinsam viele schöne Stunden verbracht und er hat uns über manche Trauer und manchen Schmerz hinweggeholfen.

Leider ist er viel zu früh, im Juli 2010, verstorben.
Diese wunderbare Freundschaft mit „unserem“ Ascor wird uns immer im Gedächtnis bleiben.

Es gibt noch viele kleine, bemerkenswerte Erlebnisse und Episoden mit Ascor, auf die ich gerne ein anderes Mal zurückkommen werde.

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12 Gedanken zu “Eine ungewollte wunderbare Freundschaft

  1. Uschi3 schreibt:

    Liebe Piroschka,

    das ist eine schöne Geschichte um einen wirklich hübschen Hund.
    Als ich noch ein Kind war, hatte Opa immer einen deutschen Vorstehhund, den er zur Jagd mitnahm.
    Der Hund folgte aufs Wort, und war immer unser liebster Spielkamerad.

    Wünsche dir schönen Tag

    LG :wave:
    Uschi

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  2. schnoggel schreibt:

    Hallo, ich bin gerade über die Fotos auf der Startseite hierhin gekommen.
    Vor dem Ausloggen schau ich da oft noch hinein.
    Das Hundefoto hat mich angesprochen.
    Ebenso wie ihr, wollte ich den Hund, den mein Sohn nach Hause brachte, erstmal nicht!
    Das ist mittlerweile auch 11 Jahre her.
    Ich hab sie vom ersten Tag an geliebt, trotz allem Widerstand.
    Sie hat sich nicht ablehnen lassen
    *lach*
    Meine liebe *Püpsmaus*(eigentlich Sandy), wie wir sie in der Familie nannten, ist ebenfalls im Sommer 2010 gestorben.
    Ich vermisse sie jeden Tag.
    Ja, sie können das Leben außerordentlich bereichern
    L.G
    schnoggel

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    • Piroschka schreibt:

      Hallo Schnoggel,

      Schön, dass Dir mein Beitrag gefallen hat und es Dich liebevoll an Deinen Hund erinnert hat.
      Ürigens ist kein einziges Tier der ganzen Erde der vollsten und ungeteiltsten Achtung, der Freundschaft und Liebe des Menschen würdiger als der Hund. Stammt nicht von mir sondern von Alfred Brehm.
      LG von
      Piroschka

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      • schnoggel schreibt:

        Wahre Worte.
        Wir haben uns sehr schwer getan, vor allem ich, weil ich mich wie ein Verräter fühle(meiner süßen Maus gg.über), aber wir sind seit einigen Wochen mit einem Patenhund unterwegs, den wir wahrscheinlich doch auch zu uns holen wollen.
        Obwohl ich jetzt schon vor dem Tag schaudere, wenn er auch gehen muss..
        Moni

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      • Piroschka schreibt:

        Liebe Moni,
        darüber was kommen kann solltest Du Dir jetzt noch keine Gedanken machen. Wenn Du Zeit und Muße hast. genieße einfach die Freundschaft mit einem Hund.

        LG
        Piroschka

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  3. JanJan schreibt:

    Eine wunderschöne Geschichte, die ich noch gar nicht kannte liebe Piri, vielen herzlichen Dank fürs zeigen, das lesen hat mir Freude gemacht, auch wenn es das süße Kerlchen leider nicht mehr gibt.

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  4. coolpic schreibt:

    Ich kann dir nur beipflichten liebe Piri.
    EIn Tier, egal ob Hund oder Katze etc. schleicht sich in unsere Herzen und verbleibt dort ewig.
    Sie erheitern unser Leben.
    Ohne geht gar nicht.
    Selbst in Altenheimen gibt es heute Tiere und „ungewöhnliche“ Tiere kommen auf Besuch. Vor kurzem sah ich einen Bericht, indem ein Schwein zu den älteren Leutchen gebracht wurde.

    Es grüsst ganz ♥-lich
    coolpic

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